Die Literarische Gesellschaft Thüringen e.V. (LGT) wurde im Januar 1991 in Weimar als eine landesweite Vereinigung gegründet, der Institutionen, Autoren, Literaturwissenschaftler(innen), Politiker(innen), Lehrer, Verleger, Bibliothekarinnen sowie Literaturfreunde- und förderer angehören. Lesungen in Schulen, Bibliotheken und Klubs brachten nach der Wende frischen Wind in Thüringens Literaturlandschaft; Ausstellungen, Verlagspräsentationen und zahlreiche Einzelprojekte wurden durch die Literarische Gesellschaft Thüringen e.V. gefördert. Noch im selben Jahr rief sie die Thüringer Literaturtage ins Leben, die alljährlich jeweils an einem anderen Ort, möglichst einem kulturellen Zentrum Thüringens, in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen und ihren kulturellen Einrichtungen veranstaltet wurden. Seit 1997 finden unter der Ägide des Lese-Zeichen e.V. auf Burg Ranis bei Pößneck die „Thüringer Literatur- und Autorentage“ statt, an denen sich die Literarische Gesellschaft Thüringen e.V. mit Programmbeiträgen beteiligt. Wachsender Resonanz unter den jüngsten Literaturfreunden erfreuten sich die Kinderliteraturfeste mit Schreibwerkstätten und der Schreibwettbewerb "Weimarer Buchlöwe" für Grundschüler, den die Literarische Gesellschaft Thüringen in Kooperation mit der Stadt Weimar initiierte. Seit dem Jahr 2005 veranstaltet die Literarische Gesellschaft Thüringen e.V. den Schreibwettbewerb „Thüringer Buchlöwe“, an dem sich Kinder aus ganz Thüringen bis zum Alter von 14 Jahren beteiligen können. Die Beiträge der Preisträger werden jeweils in eigenständigen Publikationen abgedruckt. In ihrer langjährigen Tätigkeit konnte die Literarische Gesellschaft Thüringen e.V. Arbeitskontakte zu zahlreichen Gesellschaften aufbauen. Dazu zählt die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften e.V. Sie unterhält enge Arbeitskontakte zum Lese-Zeichen e.V., zur Thüringischen Literarhistorischen Gesellschaft PALMBAUM e. V., Kontakte zum Friedrich-Bödecker-Kreis für Thüringen e.V., zum VS Thüringen, sowie zu zahlreichen anderen regionalen und überregionalen Vereinigungen und Institutionen. Seit 2006 ist sie Mitglied im Thüringer Literaturrat. Ein wesentliches Anliegen der Arbeit der Literarischen Gesellschaft Thüringen e.V. war und ist die Förderung und Popularisierung von Literatur in Thüringen. Dabei stehen lokale kulturelle Zentren ebenso im Blickpunkt wie kulturell chronisch unterversorgte Städte und Gemeinden des Freistaates Thüringen. Jährlich realisert die Literarische Gesellschaft Thüringen e.V. eine Vielzahl von Projekten zur Literaturvermittlung. Ein wesentlicher Baustein der Vereinsarbeit ist die Publikation der „Thüringen-Bibliothek“ (10 Bände), die von 1997-1999 im Rudolstädter Hain-Verlag erschien, und der „Edition Muschelkalk (seit 2000), von der jedes Jahr 3 Bände im Weimarer Wartburg Verlag erscheinen. Diese Editionen stellen (ohne Anspruch auf Vollzähligkeit) wichtige literarische Stimmen Thüringens vor. In der Reihe "Jahresgabe" erscheint jährlich ein literarisches Debüt. 2002 wurde mit der Mitteldeutschen Lyriknacht eine mit großem Erfolg stattfindende Veranstaltungsreihe begründet, die einmal jährlich neue Lyrik aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vorstellt. 2005 wurde zum ersten Mal der von der E.ON Thüringer Energie AG gestiftete „Thüringer Literaturpreis“ verliehen (an Sigrid Damm), mit dem 2007 Ingo Schulze ausgezeichnet wurde und den 2009 Reiner Kunze erhält. Seit 2007 engagiert sich die LGT verstärkt für die Schaffung "junger" Lesebühnen. 2007 entstand in Weimar "Lilou - Die Literaturlounge"; 2008 die "Lautschrift" in Jena (Unterstützung eines studentischen Projekts); 2009 die Reihe "Was liest du?" (Gera, Erfurt, Jena).
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